Yucca linearifolia vs. Y. queretaroensis

Beide sehen sich optisch sehr ähnlich, lassen sich aber gut unterscheiden, sobald man beide nebeneinander gesehen und auch beide mal angefasst hat.

 

Unterschiede: 

Yucca queretaroensis hat rautenförmige Blätter, sprich erhaben mit Volumen, während linearifolia flache Blätter hat. Dadurch bedingt, brechen die Blätter einer Q., wenn man einen Knoten macht, während die Blätter der L. nicht brechen.  

 

Yucca linearifolia


 Angefangen mit einer Y. linearifolia 30 cm Stamm für 29,- €, hat sich diese Yucca als recht winterhart erwiesen. Sie bekommt keinen Regenschutz und zeigt schönste Kronenbildung und Wachstum.

Bisher hat sie schon -12 bzw. auch -15 Grad ausgehalten.

Eine 2-köpfige Linearifolia (40 cm Stamm) kam mit großem Blattschaden an, da das Paket auf den Blättern transportiert wurde ohne Bambusstab als Stütze. Ausgepflanzt 2015, blühte sie (leider), wobei ich die Blütenstände abschnitt, um die Pflanze nicht zu strapazieren. Ein Kopf wächst derzeit solitär weiter und der andere teilt sich in 2 weitere Köpfe. Sie ist gut angewurzelt, steht vollsonnig und 2016 dürfte sich der Schaden wieder zu einem guten Teil rauswachsen.

2016 hat die Krone der beiden linearifolias an der Sonnenterrasse sehr gut entwickelt, Stamm wird dicker und geht auch langsam in die Höhe.

Die Y. linearifolia mit Transportschaden hat sich erholt. Die Kronen sind voller geworden. Dank vollsonnigem Stand ist ein gutes Wachstum zu sehen.

Eine andere zweiköpfige Y. linearifolia hat recht blaue Blätter, die auch sehr schmal sind. Auch hier ein gutes Wachstum. Die Entwicklung der Kronen, auch der Blätter und ihrer Farbe, werde ich auf den Bildern dokumentieren.    

  

Yucca queretaroensis


Y. Queretaroensis steht mittlerweile unter Artenschutz, so dass weder Pflanzen, noch Pflanzenteile ausgeführt werden dürfen. Daher gibt es auch seit einigen Jahren keine Samen mehr zu kaufen und kleine Pflanzen erzielen hohe Preise.

Ich habe 2 x 20 Samen bezogen (als sie noch zu beziehen waren 2009/2010), die relativ gut keimten. Aus den Samen entwickelten sich jedesmal etwa 50 % schmal- und 50 % breitblättrige Queretaroensis. Original ist die schmalblättrige Form.

Die breitblättrige Form hat an den Blättern eine braune Hornleiste, die vielleicht Aufschluss darauf geben könnte, ob hier eine Hybridisierung mit einer anderen Yucca stattgefunden hat. 

Sie sind sehr wüchsig und bilden dicke, rote Rübenwurzeln. Sie haben einen hohen Nährstoffbedarf und wuchsen in reiner Erde ausgezeichnet. Ein Auspflanzversuch mit beiden Formen (keine Drainage) im alten Garten, verlief positiv, wobei die breitblättrige Form nach den Wintern besser da stand, als die schmalblättrige Form.

Angegeben werden sie mit ca. -10 Grad Frosthärte. Sie wurde bisher aufgrund ihrer geringen Verfügbarkeit kaum im Freiland getestet.

Ein vollsonniger Auspflanzversuch mit Regenschutz in 2016 ist geplant. Eine Y. queretaroensis hat bereits einen kleinen Ableger gebildet im Topf. 

2016 habe ich 4 schmalblättrige und eine breitblättrige Queretaroensis ausgepflanzt. Dank ausreichender Samenaufzuchten aus früheren Jahren, ist es möglich diesen Auspflanzversuch, vollsonnig und im Winter regengeschützt durchzuführen. Von den 5 Queretaroensis, wachsen 3 Schmale und die Breite in einer Gruppe und eine Quero solitär.

Winter 2016/2017 mit Regenschutz gut überstanden bei -9 Grad. Die solitäre Q. brachte weiß-grüne Halme mittig im März, was sich aber mit zunehmender Temperatur ins Grüne veränderte. Kein Schaden! Sie legen langsam zu. Die Zuckertanne musste weichen und machte Platz für Kakteen.

Mittlerweile noch 2 schmalblättrige und eine breitblättrige Queretaroensis ausgepflanzt. Der Abstand zwischen den drei Pflanzen ist aufgrund des Wachstums zusammengeschmolzen. Ich denke das sie ab 2021 an Höhe zulegen.