Trachycarpus princeps 

2008 erhielt ich die ersten T. princeps, wurzellos von einem holländischen Händler aus Thailand, wo sie mittlerweile gezogen wurden, auch weil es am bekannten Fundort "Stone Gate" in China keine Princeps Samen mehr zu finden gab.

Nach einem Jahr bewurzelte die erste Princeps und schob ein Blatt, was eine große Freude war.  

Heute wird die T. princeps regelmäßig angeboten. Die silberweißen Blattrückseiten und die gute Frosthärte machen sie attraktiv. In Kultur gibt es bisher so gut wie keine große T. princeps mit Stamm.  

Ich pflege 7  T. princeps ausgepflanzt im Garten. In den letzten Jahren machte immer wieder eine Erkrankung insbesondere bei den Princeps die Rede, die ohne Veränderung der Pflegeverhältnisse, zu Miniaturblättern führte. Dazu gibts nachfolgend noch weitere Angaben aus eigener Erfahrung damit. 


 

Eine der ältesten Princeps habe ich im Mai, 2014 ausgepflanzt, da vorher eine Auspflanzung keinen Sinn machte, weil der Garten Brachland war und immer darin gearbeitet wurde. Mittlerweile setzt das Dickenwachstum bei der Princeps ein und ich denke dass sie 2016 einen großen Fortschritt machen wird.

Frosthärte der Princeps liegt wie im alten Garten getestet, wie bei der T. fortunei (-10/12 Grad).

Nach dem Winter 2015/2016 hatte die dokumentierte Princeps und einige andere Princeps auch, trotz Mildwinter einen Speerverlust. Dadurch bedingt leider wenig Zuwachs, hier allerdings größere Blätter. Andere Princeps ohne Speerverlust, haben dafür ziemlich aufgeholt. Insgesamt alles ok.

Winter 2016/2017 ebenfalls Speerverlust bei der größten Princeps, was immer noch (Ende Juni 2017) so besteht. Andere Princeps hatten ebenfalls Speerverlust, erholten sich aber bereits. Die ohne Speerverlust bauen dafür gut auf und holen die große P. ein.

2017 / 2018 wieder einige Princeps-Speerverluste. Die vormals größte Princeps habe ich nach 2 Speerverlusten geschützt. Sie erholte sich dieses Jahr sichtbar. Eine andere Princeps wuchs derweile schadlos weiter (etwas geschützt durch eine nebenstehende große Fortunei).

Alle Princeps mit Speerverlust bekommen jede Witterung ungeschützt ab. Die Princeps, die keinen Speerverlust hatten, hatten etwas natürlichen Wind-Regenschutz durch andere Pflanzen (hier herabhängende Trachy Blätter). Möglicherweise liegt hier eine Anfälligkeit vor.

Winter 2018 / 2019 schütze ich alle Princeps mit Vlieshaube bzw. die beiden Größeren mit einem Styrodurkasten. Kein Schaden bisher ersichtlich Anfang März. Ich gehe daher von großem Zuwachs aus 2019.

2019 sind beide mit Styrodurboxen geschütze Princeps tadellos. Zwei noch kleinere Princeps ausgepflanzt ohne Schutz sind ebenfalls tadellos.

Die vier schon größeren Princeps, geschützt mit Vlieshauben, haben keinen Speerverlust, ABER man erkennt bei allen Vieren einen Schaden an den Blättern im Inneren der Pflanze. Winterrand und beschädigte Speerspitze. Interessanterweise auch bei der Princeps, die jetzt jahrelang unter dem Schutz der herabhängenden Fortunei-Blätter zwar Lichtverlust, aber einen guten Regenschutz hatte im Winter. Ich stelle daher - bei mir - eine Empfindlichkeit für Winternässe fest, die im Inneren die dortigen Speere beschädigt. Die Vlieshauben halfen den Speerverlust zu verhindern, aber nicht die Beschädigung.

Wurde bisher nicht in der Form berichtet, zumal Trachycarpus ja als sehr nässetolerant, auch im Winter im Allgemeinen gilt.



Pilz-Krankheit Princeps


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Schadbild Miniaturblätter:

Insbesondere bei der T. princeps kam es in Kultur  zu dem Umstand, dass die Blätter auf einmal nur noch Miniaturgröße hatten. Wenn man die Pflanze aus der Erde nimmt, erkennt man Schädigungen an den Wurzeln. Teilweise sind nur noch Wurzeln an einer Seite der Princeps vorhanden.

Die meisten Leute entsorgten ihre Princeps daraufhin als hoffnungslose Fälle im Siechtum. Anfangs war auffällig, dass dies vorwiegend bei Pflanzen auftrat, die nicht sehr tief in den Boden gesetzt wurden.

Es gab einen regen Austausch über Behandlungsmöglichkeiten, wobei u.a. auch Schwefelit eingesetzt wurde, wodurch einige Leute Verbesserungen beobachtet haben.

 

Ich bekam mehrere geschädigte Princeps mit Miniaturblatt zum Aufpäppeln und pflanzte diese tiefer in die Töpfe in neue Erde und teilweise auch im Garten aus. Im Ergebnis erholten sich 8 von 10 Pflanzen vollständig ohne eine Gabe von Chemie oder Mittelchen.

Bei einigen der ausgepflanzten T. princeps trat 2014 / 2015 die Krankheit auf und es ergaben sich Miniaturblätter. Da die Princeps aber sonnig und tief in der Erde, fest angewurzelt standen, beließ ich sie vor Ort. In 2015 wuchs sich das Miniaturblatt ohne Einmischung von mir aus und es werden fortan ausschließlich normal große Blätter gebildet und das Wachstum setzt sich normal fort.

Ich kann die Krankheit daher nicht erklären, kann aber aus jetzt vielfacher eigener Erfahrung sagen, dass es nicht das Ende der Pflanze ist oder sein muss und es keiner speziellen Behandlung bedarf.