Trachycarpus geminisectus und nanus 

Ich pflege neben T. fortunei (2), noch T. wagnerianus (1), T. fortunei/wagnerianus Hybride (2) und eine T. tesan (1, hier muss man aber abwarten ob es später wirklich Unterschiede gibt. Die Samen waren jedenfalls wesentlich größer als andere Trachy-Samen) T. geminisectus (4), T. nanus (5) und T. princeps (13) .

Im hinteren Garten pflege ich aber fast ausnahmslos nur T. geminisectus, nanus und princeps. Nur diese will ich hier dokumentieren, da es zu fortunei schon ausreichend Informationen im Netz gibt.

Trachycarpus geminisectus


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T. geminisectus ist in Topfkultur bei mir nicht gediehen. Das Grün ließ nach und immer gab es Mangelerscheinungen an den Blättern. In der Auspflanzung legte sich das schnell und nachdem sie geteilte Blätter bekommen hat, ist das Wachstum mit 2 Blättern pro Jahr konstant.  

Gemäß Bildern im Netz, blüht sie bereits bei einer geringen Stammhöhe von ca. 50 cm. Die Rückseiten der Blätter sind silberweiß. Ausgewachsene Geminisectus in Kultur sind mir nicht bekannt. Sie hat bisher schon einstellige Fröste ungeschützt erlebt (-8 Grad). Aufgrund des sehr langsamen Wachstums möchte niemand seine Geminisectus riskieren. Laut Literatur soll sie einen sehr dicken Stamm, bei offener / lichter Krone und sehr großen, steifen Blättern bekommen. Ca. 250 cm Gesamthöhe soll sie bekommen, was sie zu einer dauerhaften Palme im Garten machen würde.

Langsames Wachstum auch in 2016. Die Blätter werden aber größer. Eine kleine Geminisectus, die Sonne ab ca. 13 Uhr bekommt, wächst derzeit am besten. Vollsonnig bekam den geminis bisher nicht so gut. Zu schattiger Stand, sind sie aber eben nochmal langsamer.

Winter 2016/2017 gab es ungeschützt -9 Grad bei zwei Geminisectus, was einmal zu feinen Rissen in den Blattspreiten bei einer kleineren Gemini führte (eine noch etwas Kleinere, ungeschützt nahe der Hauwqand hatte keinen Schaden). Damit scheint man sich langsam den Frostgrenzen zu nähern. Vergleicht man die Bilder 2015 zu 2017, sieht man schon Wachstum, was einem so nicht immer auffallen will.

Winter 2017/2018 gab es -9,5 Grad. Eine Geminisectus mit >Schutz, eine ohne. Beide keine Schäden. Weiterhin langsames Wachstum mit größer werdenden Blättern. 2 Blatt dieses Jahr.

 

Trachycarpus nanus


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Trachycarpus Nanus ist schwer zu finden und leider werden auch Samen anderer Trachy-Arten als T. nanus immer wieder angeboten. Die ersten ungeteilten Sämlingsblätter sind ungewöhnlich lang und schmal, woran man sie gut erkennen kann. 

Sind die ersten geteilten Blätter gebildet, ist man fast aus dem Gröbsten heraus. Bis dahin gibt es auch Verluste bei den T. nanus. Sie haben einen Kriechstamm und sind daher dauerhafte, sehr frostharte Exoten. Ich pflege derzeit 5 T. nanus, wobei 3 bereits größere geteilte Blätter haben.

Schön wäre eine Kreuzung zwischen Princeps und nanus.

Die "Nanus" haben nach Speerverlust nach diesem Mildwinter wieder gut aufgeholt. Die Blätter sind groß und typisch tief gespalten, aber es zeigt sich kein Kriechstamm, was gegen eine reine Nanus spricht.

Winter 2016/2017 Speerverlust bei allen Dreien (wieder). Neue Speere sind schon bei 2 von 3 gut rausgeschoben. Nächsten Winter wird geschützt. Winter 2017/2018 eine Nanus als Verlust, beide andere Speerverlust, aber wieder erholt.