Bambus im Garten 


Zu unterscheiden wären hier Bambusse die eine Sperre brauchen und welche die keine Sperre brauchen, wie Fargesien.

Bei den Sperren gibt es HDPE-Folien in 1 mm und 2 mm Stärken und in verschiedenen Tiefen. Während die großen Bambusse nur bis ca. 40 cm Tiefe wurzeln sollen, sollen kleinere Bambusse (Bild: Pleiblastus fortunei) dafür bis 80 cm Tiefe wurzeln und dadurch viel invasiver sein als die Großen, von denen man das eher erwarten würde.

Pleiblastus fortunei
Pleiblastus fortunei

Fargesien brauchen keine Sperre, bekommen dafür aber auch nicht die dicken Halme, wie man es von Bambus (Phyllos) kennt und mag. Dafür haben Fargesien einen hohen Zierfaktor, wachsen nicht zu schnell und haben teils sehr schön farbliche Halme (rot, purpur, etc.)

 


Phyllostachys spectabilis


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P. spectabilis überzeugt mit seinem bambustypischen beige-farbigen Halmen, die zudem noch grün panaschiert sind. Er ist ein mittelgroßer Bambus und benötigt unbedingt eine Sperre.

Ich habe ihn 2013 Okt. oder November halbverhungert in einem Baumarkt in einem übervollen Maurerkübel angeboten gesehen, 50 % reduziert, weil ihn jemand reserviert, aber nicht abgeholt hatte. 25,- € war dann der Kaufpreis.

Er überwinterte dann im Carport und wurde 2014 ausgepflanzt, wo er aber nur wenig neue Halme zeigte. 2015 kamen dann ca. 30 neue und auch mal 2-3 kräftige Halme. Es zeigen sich viele Rizhome an und unter der Erdoberfläche. Mittlerweile ist er sehr gesund und geschätzte 3,20 m hoch. Er hat ca. 9,5 m² zum Ausbreiten, bei einer verschraubten Sperre, 2mm HDPE, 70 cm tief.  

2017 testet er die Ränder der Rizhomsperre aus und bekommt schöne ZickZack-Halme. Es gibt noch mehr Menge, als dass er dickere Halme produziert. Aufgeastet und langsam etwas dichert werdend innen in 2018.

     

Phyllostachys parvifolia


Hierbei handelt es sich um einen Riesenbambus. Die Halme werden sehr dick, sind dunkelgrün und haben leuchtend weiße Nodien an den Stämmen. Optisch schön wirkt das sehr kleine schmale Laub zu den dicken Stämmen. Der P. parvifolia soll ausreichend frosthart sein (-18 Grad) und hat die ersten 2 Jahre eher hängendes Laub und die neuen Speere kommen schräg aus der Erde, was ich auch feststellte.  

Bei mir hat der Riesenbambus ca. 15 m² zum Ausbreiten und wurde von Kimmei, NL bezogen. Seit Auspflanzung hat er quasi nur Laub geschoben und meist nur schmale Speere. Die vielen Triebe an der Oberfläche entlang der Bambussperre sind vielversprechend und wecken große Erwartungen. 

Es gibt 2017 nur 2 Halme die länger sind im Auspflanzzentrum. Ansonsten wird die Sperre am Rand getestet und der Bambus verbreitet sich erstmal. Noch wachsen Ringelblumen und vereinzelt eine Sonneblume darin. Als Dauerbepflanzung mit dem Bambus, habe ich aber Montbretien eingesetzt und frostharte Begonien. 

 

Phyllostachy nigra


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Der P. nigra hat bei mir einen Platz in der Ecke des Gartens. Die Sperre ist L-förmig angelegt. In der Sperre sind 2 Nigras drin, was ich heute als Fehler ansehe, da sie bald konkurrieren werden um den Platz. Der rechte Nigra ist gekauft und hat schon kräftigere Halme, während der linke Nigra ein Geschenk ist und noch ausschließlich schmale Halme hat. Die Sperre dürfte ca. 6 m² Platz haben. 2017 gibt es mehrere höhere Halme beim rechten Nigra. Sehr schön, aber von dicken Halmen noch weit entfernt. 2018 weiter Wachstum und ein paar aufrechte sehr hohe Halme.

 

Fargesia demissa


Fargesia demissa hat leicht überhängende Halme, während Fargesia demissa gerry gerade Halme bringt. Neben dem Fargesia Vorteil, keine Sperre zu brauchen, sind die Demissa Fargesien farblich interessiert mit ihren dunkelroten / purpurnen Halmen. 

 

Fargesia juiz 1


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Fargesia Juiz hat bei sonnigem Stand rote Halme und benötigt ebenfalls keine Bambussperre. Er dürfte zur Art Fargesia nitida zuzurechnen sein. Auf dem Bild wachsen F. nitida links und F. juiz 1 rechts. Der Zuwachs ist langsam aber stetig. Die Höhe der Halme nimmt ebenfalls nur langsam zu.